| Keine Termine |
Regeln
Spieler
Jede Mannschaft besteht aus bis zu 13 Spielern/innen. Es muss ein Spieler die Torwartkappe tragen. In manchen Turnieren können die Mannschaften auch aus 15 Spielern bestehen.
Während der normalen Spielzeit befinden sich jeweils sieben Spieler im Wasser. Es sind sechs Feldspieler und ein Torhüter.
Der Rest der Spieler kann in verschiedenen Situationen beliebig oft eingewechselt werden. Auch der Torhüter darf ausgewechselt werden. Diese Spieler müssen während des laufenden Spiels ruhig auf der Bank hinter der eigenen Torlinie sitzen.
Kappen
Die Heimmannschaft muss in hellen Kappen (meist weiß) spielen, das Auswärtsteam in dunkleren (meist blau). Die Torhüter tragen immer rote Kappen. Die Kappen müssen mit einem Starren Ohrenschutz in derselben Farbe wie die Stofffarbe der Kappe ausgestattet sein. Ein Ersatztorwart muss eine rote Kappe mit der Nummer 13 tragen. Ein Spieler darf während des Spiels seine Kappennummer nicht wechseln. Es sei denn, der Schiedsrichter erlaubt es dem Spieler. Der Schiedsrichter muss dies allerdings dem Kampfgericht anzeigen, damit es im Protokoll festhalten kann, wer wann zu welcher Kappennummer gewechselt hat.
Spielverlauf
Beim Anschwimmen zu Beginn eines jeden Spielviertels wirft der Schiedsrichter nach dem Anpfiff den Ball an der Mittellinie etwa 1 m vom Rand in das Wasser, wenn keine Vorrichtung zum Festhalten des Balles in der Mitte der Mittellinie vorhanden ist. Mit dem Anpfiff schwimmen die Feldspieler von der Torlinie in das Spielfeld, wobei die schnellsten Schwimmer zur Mittellinie sprinten um in Ballbesitz zu gelangen. In höheren Ligen und bei Länderspielen wird der Ball in der Mitte der Mittellinie von einem Ballkorb von unterwasser gehalten und kurz bevor die Sprinter da sind unterwasser gezogen.
In der Folge versucht die im Ballbesitz befindliche Mannschaft durch taktische Stellungswechsel und gegenseitiges Ball-Zuspiel in einer geeigneten Position zum Tor zu einem Torwurf zu kommen. Die gegnerische Mannschaft versucht dies zu verhindern und selbst nach den geltenden Regeln in den Ballbesitz zu kommen.

Regeln, die den Spielverlauf beeinflussen
Der Ball darf mit jedem Körperteil berührt werden. Dabei dürfen die Feldspieler den Ball immer nur mit einer Hand oder einem Arm berühren. Nur der Torhüter darf den Ball innerhalb seines Fünf-Meter-Raums mit beiden Händen berühren.
Das Behindern eines gegnerischen Spielers, der nicht im Ballbesitz ist, wird als Foul mit einem Freiwurf geahndet. Dies gilt auch dann, wenn der gegnerische Spieler kurz zuvor noch im Ballbesitz war.
Ein Tor kann nur dann erzielt werden, wenn der Ball zuvor von zwei Spielern gespielt (absichtlich berührt) wurde. Ausnahmen sind der Strafwurf und ein Freiwurf, der jenseits der Fünf-Meter-Linie vor dem Tor ohne Verzögerung ausgeführt wird. Für schwere Regelverstöße im Fünf-Meter-Raum wird für die gegnerische Mannschaft ein Strafwurf gegeben. Feldspieler können beliebig gewechselt werden. Wenn der Wechsel entweder nach einem Tor, dem Pausenpfiff oder während einer Auszeit erfolgt, so muss der auszuwechselnde Spieler einfach das Wasser verlassen und der Wechselspieler springt ins Wasser. Im laufenden Spiel müssen die auszuwechselnden Spieler in ihren Wiedereintrittsraum an der eigenen Torauslinie schwimmen und dort durch einen anderen Spieler ersetzt werden. Nach einem erfolgreichen Torwurf formieren sich beide Mannschaften neu in ihren eigenen Spielfeldhälften. Das Spiel wird nach dem Wiederanpfiff des Schiedsrichters weitergeführt. Dabei wird der Ball einem beliebigen Punkt innerhalb der eigenen Spielfeldhälfte von einem Feldspieler der Mannschaft, gegen die das Tor erzielt wurde, abgespielt.
Spieldauer
Ein Spiel besteht aus 4 x 8 Minuten effektiver Spielzeit, in unteren Spielklassen auch kürzer z.B. 4 x 7 Minuten. Ist es in einem Entscheidungsspiel zu einem Gleichstand nach der normalen Spielzeit gekommen, so geht es in die Verlängerung. Diese beträgt 2 x 3 Minuten effektiv. Ist dann immer noch kein Sieger ermittelt, so kommt es zum Fünf-Meter-Schießen, ähnlich dem Elf-Meter-Schießen beim Fußball.
Fouls
Fouls sind Regelverletzungen, die eine Strafe für den Täter und somit eine Vergünstigung für den Gegner nach sich ziehen. Gemäß den Wasserballregeln werden hier folgende Fälle unterschieden:Einfache Fouls - geahndet mit einem Freiwurf für den Gegner:
- nachzulesen im § 337 der Wettkampfbestimmungen des DSV - Fachteil Wasserball.
Es wird auf einen einfachen Fehler entschieden, wenn
- 1. ein Spieler
- a) den Ball bei Bedrängnis durch einen Gegner unter Wasser drückt,
- b) den Gegner bei Bedrängnis wegdrückt,
- c) den ballführenden Gegner beim Spiel stört;
- 2. die Angriffszeit abgelaufen ist;
- 3. ein Freiwurf, ein Eckwurf, ein Torabwurf oder ein Strafwurf zu lange hinausgezögert wird;
- 4. ein Strafwurf falsch ausgeführt wurde oder
- 5. eine "dritte" Auszeit während des laufenden Spiels von dem Trainer der im Ballbesitz befindliche Mannschaft genommen wird
Schwere Fouls - geahndet mit einer kurzzeitigen Hinausstellung (Zeitstrafe): Diese Zeitstrafe beträgt 20 Sekunden
- nachzulesen im § 338 der Wettkampfbestimmungen des DSV - Fachteil Wasserball.
Es wird auf Hinausstellung entschieden, wenn ein Spieler
- a) einen schwimmenden Gegenspieler festhält oder diesen zurückzieht;
- b) die Ausführung eines Freiwurfes, Eckwurfes, Torabwurfes der gegnerischen Mannschaft behindert oder
- c) beide Arme außerhalb seines eigenen Fünf-Meter-Raumes hebt (der Schiedsrichter muss davon ausgehen, dass der Spieler den Ball abblocken will).
Sehr schwere Fouls - geahndet mit einer dauernden Hinausstellung mit Ersatz:
- nachzulesen im § 338 der Wettkampfbestimmungen des DSV - Fachteil Wasserball.
Es wird auf Hinausstellung mit Ersatz entschieden, wenn ein Spieler
- a) die Ausführung eines Strafwurfs stört;
- b) das Kampfgericht beleidigt oder ihm gegenüber Ungehorsamkeit zeigt, (hiernach ist der Spieler für das nächste Spiel nicht teilnahmeberechtigt!) oder
Brutalität - geahndet mit einer dauernden Hinausstellung mit Ersatz nach 4 Minuten Spielzeit und Strafwurf für den Gegner: Der Spieler ist für die nächsten beiden Spiele nicht teilnahmeberechtigt!
- nachzulesen im § 338 der Wettkampfbestimmungen des DSV - Fachteil Wasserball.
- Es wird auf Hinausstellung mit Ersatz nach 4 Minuten entschieden, wenn ein Spieler
- a) einen Gegenspieler oder Kampfrichter schlägt oder tritt oder sonst wie eine Art von Brutalität ausführt;
- b) dieses versucht
Bei der Tat spielen die Spielzeit oder der Ballbesitz keine Rolle. Demnach wird ein brutaler Spieler nach dieser Regel auch in den Pausen des Spiels bestraft.
Aktualisiert (Montag, den 07. September 2009 um 14:10 Uhr)


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