Fußpilz & Schwimmen – was Schwimmer wissen sollten
- wsf-mh12
- 18. Jan.
- 2 Min. Lesezeit

Fußpilz ist häufig, lästig – aber gut vermeidbar und gut behandelbar. Schwimmen an sich ist kein Problem, entscheidend ist das Verhalten vor und nach dem Training.
Was ist Fußpilz?
Fußpilz (medizinisch: Tinea pedis) ist eine oberflächliche Pilzinfektion der Haut, meist zwischen den Zehen. Typische Zeichen sind Juckreiz, Rötung, Schuppung oder kleine Einrisse. Unbehandelt kann die Infektion chronisch werden oder auf die Nägel übergehen.
Warum ist das im Schwimmverein relevant?
Pilze mögen feuchte, warme Umgebungen – genau das findet man in Umkleiden und
Duschen. Wichtig: Nicht das Beckenwasser ist das Hauptproblem, sondern Barfuß gehen auf nassen Böden.
Prävention –bitte ernst nehmen
Diese Punkte wirken – wissenschaftlich belegt und alltagstauglich:
• Füße nach dem Schwimmen gründlich abtrocknen, besonders zwischen den Zehen
• Täglich frische Socken, bevorzugt atmungsaktive Materialien
• Schuhe regelmäßig wechseln und trocknen lassen
• Eigene Handtücher benutzen (klingt banal, ist aber relevant)
• Bei Rezidiven - Badeschlappen in Dusche und Umkleide tragen
Das sind keine „Hygiene-Übertreibungen“, sondern die effektivste
Vorbeugungsmaßnahmen.
Therapie – falls es doch passiert:
• In der Regel reicht eine antimykotische Creme oder ein Spray aus der Apotheke
• 2–4 Wochen konsequent anwenden, auch wenn die Beschwerden früher
verschwinden
• Zu frühes Absetzen ist der häufigste Grund für Rückfälle
• Keine Besserung? → ärztlich abklären (nicht jede Schuppung ist automatisch Fußpilz)
Darf man mit Fußpilz schwimmen?
Ja – unter Bedingungen.
✔ erlaubt, wenn
• keine nässenden oder offenen Stellen vorliegen
• die Behandlung läuft
• Badeschlappen konsequent getragen werden
✖ besser pausieren, wenn
• schmerzhafte, offene Hautläsionen bestehen
• starke Entzündung oder bakterielle Superinfektion vorliegt
Chlor schützt übrigens nicht zuverlässig vor Hautpilzen. Das ist ein weit verbreiteter Mythos.
PS: Warum Nagelpilz problematisch ist
Nagelpilz ist kein kosmetisches Problem, sondern eine chronische Infektion. Befallene Nägel sind ein dauerhaftes Pilzreservoir, von dem sich Fußpilz immer wieder ausbreiten kann – auch auf andere. Verdickte, brüchige Nägel erhöhen zudem das Risiko für Druckstellen, Verletzungen und Entzündungen, besonders beim Sport.
Je früher behandelt wird, desto einfacher und kürzer ist die Therapie.
Fazit
• Fußpilz ist kein Drama, aber auch kein Bagatellthema
• Prävention ist einfach und wirkt – wenn sie eingehalten wird
• Schwimmen bleibt uneingeschränkt empfehlenswert
• Gute Hygiene schützt einen selbst und die Trainingsgruppe
Literatur


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